Punks, Rebellen der Jugend



Kaum eine subkulturelle Bewegung ist so bekannt wie jene, in denen sich die sogenannten Punks zu Hause fühlen. Beinahe jeder kennt diese Bewegung oder hat ein bestimmtes Bild ihrer Anhänger. Doch vor allem im Bezug auf das Ansehen der Punks, klaffen Realität und Sicht der Dinge weit auseinander. Das Bild der jugendlichen Aussteiger, die in verwaschenen Klamotten und mit bunten Haaren auf öffentlichen Plätzen ihre Zeit verbringen, gibt nur einen Teil der Wahrheit wieder, die sich in beinahe vierzig Jahren Punkkultur entwicklt hat. Grund für solche lückenhaften Betrachtungen finden sich darin, dass sich die Punkkultur seit ihrer frühen Phase in den siebziger Jahren verändert hat. Geprägt wurde die Bewegung daher nicht nur durch jugendliche Rebellionen, sonder auch durch kommerzielle Einflüsse, bei denen weltberühmte Musikgruppen eine große Rolle spielten.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit

Genau wie viele andere Subkulturen, entstand die Punkbewegung Ende der sechziger Jahre. Der große Unterschied bestand jedoch seit jeher in der festen Konstellation von Musik und deren Anhänger. Während andere Bewegungen sich verschiedenster Musikgenres bedienten oder in kleinem Rahmen veränderte, wurde aus dem Punk ein neuer Stil entwickelt, der später eine stetige Rolle im Musikgeschäft spielen sollte. Diese einzigartig hohe Popularität sorgte dafür, dass zahreiche neue Anhänger die Bewegung weltweit anwachsen ließen und zu deren Bekanntheit beitrugen.

Die ursprüngliche Motivation der Punks bestand darin, sich von festgelegten Systemen zu lösen. Dazu gehörten in erster Linie politische Ansichten, deren Grundtenor mit dem Wunsch nach Anarchie zu beschreiben sind. Aber auch andere Richtlinien und Wertesysteme entsprachen für Punks nicht der Vorstellung eines idealen Lebens. So kam es zu Abkapselungen von Familien, Freunden oder Freizeitbeschäftigungen und der Hingabe in Kreisen, die sich ähnlichen Werten verschrieben hatten. Auf Konzerten und Treffen konnten sich Punks so untereinander austauschen und die neu gewonnene Lebenseinstellung ausleben.

Musikalische Gelassenheit , Schnell, kurz und einfach

Ein genaues Datum lässt sich nicht mit der Gründung der Punkbewegung festlegen, doch aber wenigsten die Verbindung zu ersten Bands, die sich diese Musikrichtung zu eigen machten. So zählen Namen wie The Ramones oder auch Patti Smith nicht nur zu weltberühmten Interpreten, sondern auch zu den Gründerbands der Punks. Während die ersten Einflüsse aus New York kamen, wuchs die Bewegung erst so richtig in England zu einer festen Größe ? speziell in der Hauptstadt London. Hier sind vor allem Bands wie The Clash oder Sex Pistols hervorzuheben, die heutzutage großen Stellenwert in der Bewegung haben.

Hervorzuheben ist die Musik deshalb so umfassend, da sie nicht nur eng mit der Kultur der Punks verbunden ist, sondern auch perfekt beschreibt, wie der Kern des Lebensstils geprägt wurde. Während in den siebziger Jahren das Erbe des Rock N Rolls immer komplizierter gespielt wurde, durch Bands wie Pink Floyd oder Led Zeppelin, wünschten sich viele Leute die Einfachheit zurück. Im Gegensatz zu progressiven Konzeptalben, wurden auf diese Weise schnelle, kurze und einfache Songs sehr beliebt, die in ihren Texten klar und direkt über Probleme der Gesellschaft erzählten. Denn vor allem in England gab es zu dieser Zeit viele soziale Schwierigkeiten, geprägt durch Wirtschaftskrisen und Klassensystemen der Arbeiter. Doch im Unterschied zu Skinheads oder Mods dieser Zeit, die stolz auf ihre Arbeit waren, zog es die Punks weg von solchen Systemen. Aber auch die Hippies waren für viele Jugendliche nicht das richtige Bindeglied zu einer Kultur, da ihnen diese zu glücklich und lebensfroh waren.

Merkmale eines Punk

Die charakteristischen Merkmale der Punks zeichnen sich dadurch aus, dass es im Grunde keine Regeln gibt. Ganz im Sinne der Grundstimmung, lebt ein Punk seine Gesinnung auch durch seine Kleidung nach außen aus. Im Höchstfall gibt es dafür Richtlinien, die besagen, je bunter desto besser. Nur darf die Kleidung nicht zu konservativ ausfallen. Gürtel und Bänder, die mit Nieten versehen werden gehören seit langer Zeit zum typischen Punkstil. Aber auch andere Verzierungen, wie Buttons, Aufnäher und Logos können die Kleidung der Punks - der Subkultur entsprechend - modisch aufwerten. Selbst Schottenröcke werden gerne getragen und während erst die achtziger Jahre zum Ruhm von Tiger- und Leopardenmuster beitrugen, nutzten Punks diese farbigen Hosen bereits viel früher. Desöfteren sind auch häufig Netzhemden zu erkennen. Bei den Schuhen hingegen herrscht beinahe eine durchgezogene Einigkeit. Moderne Punks, die ihre Ideen vor allem durch Mainstream Einflüsse gewonnen haben, tragen gerne Chucks. Allgemein zählen aber vor allem Schnürstiefel wie Rangers zum beliebten Schuhwerk. Besonders aber auch Stiefel der Marke Dr. Martens fanden seit frühesten Tagen ihren festen Platz in der Bewegung.

Das Antlitz der Punks ist aber auch sehr stark durch die meist gefärbten Haare zu erkennen, die in verschiedensten Schnitten , zum Beispiel dem Irokesen  vertreten sind. Werden die Haarschnitte oft vom jeweiligen Träger selbst bestimmt, gibt es durchaus bei der Kleidung auch eine gewisse Mode, die in der Szene immer wieder zu erkennen ist. Dazu gehören unter anderem auch Collegejacken, die bestimmte Teile der Punks tragen. Die Marke Harrington , King George gehört ebenfalls zur üblichen Bekleidung, genau wie Heritage und M65 Style Jacken.

Die Szene in heutiger Zeit

Punks kann man in der Moderne grob in zwei Gruppen unterteilen. Die eine Seite besteht aus jenen Punks, die sich noch immer von allen System unabhängig bewegen wollen. Solche leben meist abseits der normalen Gesellschaft und überleben durch Minimalismus der Grundbedürfnisse. Gibt es musikalische Idole, so stammen diese meist aus den Gründerzeiten der Punkbewegung. Im Mittelpunkt ihrer Abneigungen stehen besonders politische Themen, von denen sie im Grunde aber nichts wissen wollen und sich gänzlich abkapseln.
Zu der anderen Gruppe gehören seit Anfang der achtziger Jahre eher modern angehauchte Punks, die auch durch neue Medienlandschaften geprägt werden. In Deutschland trugen ganz besonders Bands wie Die Toten Hosen oder Die Ärzte dazu bei, dass der Begriff des Punks in der allgemeinen Bevölkerung bekannt wurde und neue Jugendliche durch Charts und Fernsehen beeinflusst wurden. Daher ist Punk nicht mehr alleine als Subkultur zu verstehen, sondern auch als Mode, die auch gewählt wird, wenn man sich nicht vollkommen von der Gesellschaft abzweigen will.

Weiterführende Links:

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www.punk-gothic-versand.de

www.division-oi.de

Http://de.wikipedia.org/wiki/Punk

http://www.indiepedia.de/index.php/Punk